KOMOBAR

Entscheidungsstrategien und Kommunikationsstrukturen für Kooperierende MOBile Arbeitsmaschinen in der Agrarwirtschaft.

Logistik in der modernen Agrarwirtschaft

 

Die Leistungsf?higkeit und Wirtschaftlichkeit mobiler Arbeitsmaschinen in der Agrarwirtschaft hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Der Investitionsbedarf für diese leistungsf?higen Maschinen ist dabei stark gestiegen, so dass deren maximal effizienter Einsatz sowie eine h?chste Verfügbarkeit unabdinglich für deren wirtschaftlichen Gebrauch sind.
Dadurch erh?lt die ?Logistik-Kette“ oder auch ?Supply Chain“ von der Ernte über eine oder mehrere Zwischenlagerungen bis hin zur ersten Verarbeitungsstufe eine Reihe von neuen Pr?missen, Kriterien und Randbedingungen, nach denen die dort eingesetzten Maschinen bzw. verwendeten Techniken organisiert werden müssen. Bekannte L?sungen aus der industriellen Logistik k?nnen dazu aber nicht 1:1 übernommen werden, da die spezifischen und auch neuen Randbedingungen der Landwirtschaftsbranche (z. B. eine oft sehr sensible Wetterabh?ngigkeit, besonders starke Spitzenbelastungen zu bestimmten Zeiten, Monopolstellungen von Subunternehmern in kurzen Erntezeiten, starke zeitliche und mengenm??ige Asynchronit?t zwischen Ernte und Aufarbeitung/Verbrauch, etc.) in bestehenden Modellen keine bzw. nur unzureichend berücksichtigt wurden.

Neue innovative Verfahren und Technologien bei gleichzeitig st?rkerer technischer Vernetzung der ?Logistik-Kette“ k?nnen deutliche Verbesserungen in der Gesamt-Effizienz und –Wirtschaftlichkeit erzielen. Die dazu notwendigen Netzstrukturen müssen gebildet und für die jeweils auf die technische Ebene verlagerten Entscheidungs-Instanzen optimierende Regel entwickelt, geprüft und per Software installiert werden. Bisherigen L?sungen fehlt eine ganzheitliche, prozessorientierte Perspektive, in die alle Akteure eingebunden werden, die am Produktions- und Wertsch?pfungsprozess beteiligt sind. Eine IT-gestützte Vernetzung zwischen Landwirten, Lohnunternehmen und Genossenschaften wird daher angestrebt.

Vorteile durch Optimierung der Logistikkette

Durch den optimierten Einsatz von Maschinen und Personal ergeben sich Kosteneinsparungen und Vorteile in folgender Form:

  • die Kraftstoffkosten werden verringert – die Energieeffizienz steigt
  • die Gesamteinsatzzeit der eingesetzten Maschinen pro Erntezyklus wird reduziert
  • Reduzierung der Personalkosten
  • CO2- und Schadstoffemissionen werden reduziert
  • die Produktqualit?t bzw. Qualit?tssicherung wird durch die Rückverfolgbarkeit gesteigert
  • Reduzierung der Aufbereitungsaufw?nde für die Erntegüter (z.B. Reduzierung von Trocknungsprozessen, etc.)

Ziel von KOMOBAR

Auf der Grundlage praxisf?higer technischer, organisatorischer und wirtschaftlicher L?sungsans?tze sollen ausgew?hlte Referenzanwendungslandschaften für die Agrarwirtschaft von der Produktion über die Lagerung bis hin zu deren ersten Verarbeitungsstufe entwickelt werden. Dabei sind alle relevanten Akteure – Landwirte, Lohnunternehmen, Genossenschaft, verarbeitende Betriebe etc. – einzubeziehen, um einen m?glichst hohen Grad an Selbstoptimierung innerhalb dieser Supply Chain zu erzielen. Dabei entstehen Systeme mit offenen IT-Schnittstellen und erm?glichen innovationsf?higen KMU, dort mit eigenen Entwicklungs-, Vertriebs- und Optimierungsschritten anzusetzen.

Teilprojekte

Das Projekt KOMOBAR ist ein interdisziplin?rer Forschungsschwerpunkt. Hier arbeiten Professoren und Mitarbeiter aus den Fakult?ten WiSo (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) und IuI (Ingenieurwissenschaften und Informatik) eng zusammen.

Die Projektaufgaben wurden in drei Teilprojekte aufgeteilt: